Masken(frei) in Biberach – Eure Erfahrungen im öffentlichen Umgang mit dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

An dieser Stelle sammeln wir Erfahrungen beim Einkaufen und im täglichen Umgang mit dem Thema Maske und Mund-Nasen-Schutz. Schildert uns eure Erfahrungen per email.

1.

Vollbesetztes Wartezimmer beim Zahnarzt, ein kleiner Junge, vielleicht 4 oder 5 Jahre alt, schnauft schwer unter seinem Mundnasenschutz. Als er ihn kurz herunterzieht, um tief Luft zu holen, wird er augenblicklich von seiner Mutter angeherrscht. „Zieh sofort die Maske wieder über die Nase!“

2.

In öffentlichen Kulturräumen der Stadt Biberach (Bücherei, Museum, Musikschule) wird Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen dürfen, ab Oktober 2020 der Zutritt verwehrt. Diese Anordnung der Dezernentenkonferenz, die eine klare Diskriminierung hinsichtlich der Gleichstellung bedeutet, wird als „Schutzmaßnahme“ begründet. *

3.

Ich bin vom MNS befreit. Aber ich merke einen Wandel bei den anderen Menschen. Seit einigen Wochen werden Kunden im Geschäft immer aggressiver, es kommt häufiger zu Situationen, in denen ich von Kunden! angeherrscht werde, wo meine Maske sei. Mittlerweile hat sich ein böser Blick mit dem Ausruf oder Zischen ohne Blickkontakt: MASKE! etabliert. Oder Kunden gehen zur Filialleitung oder zur Verkäuferin und beschweren sich. Dies sind aber nur einzelne. Das Verkaufspersonal geht meist professionell mit der Thematik um, was einem die Situation erleichtert. Die Menschen, die andere wegen der Maske anherrschen, wissen nicht, wie schwer sie das Leben anderer Menschen machen, die nichts dafür können. Man könnte ja auch nett fragen. Auch sie werden mal älter und krank und ich wünsche ihnen nicht solch ein respektloses Umfeld. Schade, dass die Stadt gegen das Grundgesetz verstößt und exkludiert, dabei sollte sie in Sachen Inklusion voran gehen und behinderte Menschen nicht ausschließen. In einem solchen Deutschland will ich nicht leben.

Hier noch der Passus vom Grundgesetz, der ja in BC wohl nicht mehr gilt: Gleichheitsgebot im Grundgesetz Menschen mit Behinderung nicht benachteiligen

1994 wurde der Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ in Artikel 3 des Grundgesetzes aufgenommen. Diese Änderung gilt als ein großer Erfolg der Gleichstellungsbewegung behinderter Menschen. 

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* Anmerkung vom 08.10.2020

Bereits im Juni hat die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Antidiskriminierungsberatung Baden-Württemberg zu dieser Problematik Stellung genommen. Vielen Dank an Tina Romdhani!

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Wichtige Studie beim Thieme Verlag von Prof. Ines Kappstein, die die Risiken des MNS thematisiert:

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-1174-6591

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Corona-Verordnung Baden-Württemberg vom 30.10.2020

(2) Eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht nicht

  • für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr,
  • für Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aus gesundheitlichen oder sonstigen zwingenden Gründen nicht möglich oder nicht zumutbar ist, wobei die Glaubhaftmachung gesundheitlicher Gründe in der Regel durch eine ärztliche Bescheinigung zu erfolgen hat,
  • für Beschäftigte, sofern sich an deren Einsatzort keine Kundinnen und Kunden oder Besucherinnen und Besucher aufhalten,
  • in Praxen und Einrichtungen nach Absatz 1 Nummer 2 und 3, sofern die Behandlung, Dienstleistung oder Therapie dies erfordert,
  • bei der Inanspruchnahme von gastronomischen Dienstleistungen,
  • wenn ein anderweitiger mindestens gleichwertiger Schutz für andere Personen gegeben ist oder
  • in Einrichtungen nach Absatz 1 Nummer 6 innerhalb der Unterrichtsräume, in den zugehörigen Sportanlagen und Sportstätten sowie bei der Nahrungsaufnahme.

Wir fordern:

Federsee Bad Buchau

Die Beendigung der „Epidemischen Lage nationaler Tragweite“  

und die Wiedereinsetzung des alten Infektionsschutzgesetzes – Die aktuellen Zahlen der erkrankten und / oder verstorbenen Menschen am SARS-Cov-2 Virus in Deutschland rechtfertigen schon lange keine Notstandserlasse mehr. Und das sagen nicht nur Laien wie wir!

Prof. Dr. Kingreen von der Fakultät der Rechtswissenschaften / Universität Regensburg, hat am 02.09.2020 als unabhängiger Sachverständiger in einer Anhörung des Bundestages darauf hingewiesen, dass laut den Daten des RKI eine „epidemische Notlage von nationaler Tragweite“ nicht vorliegt, und dass die Verlagerung (grundrechts-)wesentlicher Entscheidungsbefugnisse auf eine gesetzlich nicht angeleitete Exekutive nicht nur vom Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages, sondern fast einhellig im rechtswissenschaftlichen Schrifttum für verfassungswidrig gehalten wird. Die Regierung hat das zur Kenntnis genommen, hält aber unverändert am Kurs fest.

Warum liest man darüber nichts in der Zeitung? Warum gibt es keine Debatte im ÖR und in den Leitmedien, wann die Maßnahmen beendet werden und mit welchen Argumenten der Ausnahmezustand immer noch begründet wird? 

Die Bundesrepublik Deutschland befindet sich in der schwersten Krise seit dem 2. Weltkrieg. Unzählige Unternehmen und Menschen sind schon pleite oder stehen kurz vor dem Aus ihrer Existenz, viele sind immer noch von anhaltenden Berufsverboten betroffen. 

Während große Tech-Konzerne Rekordgewinne einfahren, sickert die Wirtschaftskrise in der Bevölkerung langsam aber stetig bis nach unten durch. Die Kritik an den Corona-Maßnahmen kommt zum Großteil aus der Mitte der Gesellschaft. Unsere Gruppe hat sich von Anfang an von jeglicher Gewalt und extremistischen Gedankengut distanziert. Mit der medialen Verunglimpfung aller kritischen Menschen als Verschwörungstheoretiker, Coronaleugner oder „Covidioten“ wird man keine sachliche Debatte erreichen, sondern nur für eine weitere Spaltung sorgen. 

Wo ist die politische Opposition, die für eine Kontrolle der Regierungsmaßnahmen sorgt? Wo sind die Leitmedien als vierte staatliche Gewalt?

Die in den letzten Monaten stetig erhöhte Zahl an PCR-Tests, die uns täglich in der Presse als „Neuinfektionen“ verkündet werden, geben als rein addierte Zahlen keinerlei Auskunft darüber, ob wir es mit symptomlosen oder tatsächlich infizierten bzw. erkrankten Menschen zu tun haben, oder aber mit Menschen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Wir fordern eine ehrliche Debatte und eine sachliche Aufarbeitung der Versäumnisse in der Politik und Kommunikation. Nackte Fallzahlen, die nicht in Relation zur normalen Sterblichkeitsrate und der Bevölkerungsgröße und den Gesundheitssystemen der einzelnen Länder gesetzt werden, sind unseriös. 

Im Landkreis Biberach haben wir Stand heute (26.09.2020) 15 positiv gemeldete PCR Tests, das sind gemessen an der Bevölkerungsgröße von 200.167 Menschen gerundet 0,01 Prozent. Ohne jemanden zu nahe zur treten, aber klingt das nach etwas, was man als Pandemie bezeichnen würde?

Die Freiheit ist nicht die Ausnahme sondern die Regel! 

Die anhaltende Beschneidung der Grundrechte muss zu jedem Zeitpunkt von der Politik verständlich gerechtfertigt und erklärt werden. Stattdessen sehen wir weiterhin vor allem eine medial inszenierte Panikmache vor einer „zweiten oder dritten Welle oder einer „Schockwelle“ (Markus Söder). Angedrohte Zwangsmaßnahmen, die in keinerlei Verhältnis zum tatsächlichen Infektionsgeschehen stehen sowie eine anhaltende Bußgelddebatte sorgen für eine Verhärtung der Gesprächskultur auf beiden Seiten. Wir fordern einen runden Tisch in den Leitmedien mit Experten verschiedenster Gremien, die bislang nicht zu Wort gekommen sind. Wir fordern echte Fakten statt einer mit moralischen Argumenten geführten Diskussion, die vor allem auf den Gehorsam und das Nicht-Hinterfragen der Bürger abzielt.

Wir möchten frei atmen! 

Kein Maskenzwang in öffentlichen Gebäuden, im Einzelhandel, in Bildungseinrichtungen und in öffentlichen Verkehrsmitteln mehr. Diese Maßnahme würde außerdem für die Wiederbelebung des Öffentlichen Nahverkehrs und des kleinen Einzelhandels sorgen. Die Angstkulisse, die die Masken bei vielen unserer Mitmenschen erzeugt, muss beendet werden.

Abstand, Rücksichtnahme und regelmäßiges Händewaschen sind im Umgang mit fremden Personen in der anstehenden Erkältungs- und Grippezeit ausreichend. 

Ein kürzlich beim Thieme Verlag erschienener Artikel der renommierten Krankenhaushygienikerin Prof. Dr. Ines Kappstein kommt zu dem Fazit, dass die Alltags-Masken mehr schaden als nutzen.

„Aus einer Maskenpflicht für viele Millionen Bürger in Deutschland können jeden Tag zig-millionenfache Kontaminationen resultieren, die zu einem wesentlichen Teil vermeidbar wären, weil die ohnehin schon häufigen Hand-Gesichts-Kontakte der Menschen durch die Maskenpflicht noch häufiger werden, Händewaschen unterwegs aber nur ausnahmsweise möglich ist. Dabei besteht das Risiko, dass der – schon zwangsläufig – unsachgemäße Umgang mit der Maske und die erhöhte Tendenz, sich selbst ins Gesicht zu fassen, während man die Maske trägt, tatsächlich das Risiko einer Erregerverbreitung und damit Erregerübertragung noch erhöht – ein Risiko, das man doch aber gerade durch die Maske reduzieren will.

Eine Maskenpflicht vermittelt ein falsches Sicherheitsgefühl, und ein falsches Sicherheitsgefühl ist immer ein Sicherheitsrisiko.“

Wir meinen: Wer Angst um sich oder seine Angehörigen hat, soll jederzeit gerne eine Maske tragen. Wer sich krank fühlt, soll andere schützen und bitte zu Hause bleiben!

Keine Umerziehung unserer Kinder

Alle in unserer Gruppe sind Eltern, manche mehrfache Großeltern. Daher liegt uns dieses Thema besonders am Herzen.

Kinder sind unsere Zukunft, sie brauchen den lebendigen Austausch, sie lernen voneinander und schauen zu uns auf! Wie wollen ihnen Angstfreiheit vorleben und dürfen es nicht zulassen, dass Schuldgefühle auf sie projiziert werden. Kontaktbeschränkungen und Masken in Kitas und Schulen sind Kindeswohlgefährdung. Traurige Höhepunkte wie der einmonatig angeordnete Maskenzwang in den Schulklassen in NRW, müssen ein juristisches Nachspiel haben. Kein populistisch geführter Wahlkampf auf dem Rücken der Schwächsten unserer Gesellschaft!

Die eigene Gesundheit nicht dem Staat überlassen! 

Ob Nitrat im Grundwasser, ausufernde Massentierhaltung mit Antibiotika, multiresistente Krankenhauskeime, fehlende Tempolimits auf der Autobahn, die Folgen von Nikotin- und Alkoholkonsum oder die Nichtkennzeichnung von ungesunden Lebensmitteln – unserem Staat war die Gesundheit der Bürger bislang herzlich egal, solange Lobbyisten dafür sorgen, dass der Rubel weiterhin rollt. Dass jetzt weiterhin das Narrativ verkündet wird, dass die Gesundheit über allem steht, während die Gruppe, die unter den Folgen der Maßnahmen zu leiden hat, weltweit immer größer wird, halten wir für eine Farce! 

Die Personen die zu den Risikogruppen zählen, müssen geschützt werden, sofern sie dieses möchten. Gleichzeitig lehnen wir es ab, dass weiten Teilen der Menschen in Pflegeheimen das Recht abgesprochen wird, über ihr eigenes Lebensende und die Anzahl an Kontakten zu ihren liebsten Menschen zu entscheiden. 

Die Fixierung auf eine im Schnellverfahren entwickelte Impfung als Heilsbringer lehnen wir ab. Stattdessen sollte jeder sein Immunsystem stärken –  körperlich und geistig! Das Thema der bestehenden Hintergrundimmunität gegen Corona-Viren in weiten Teilen der Bevölkerung, wie es von Prof. Dr. Sucharit Bhakdi und Prof. Dr. Karina Reiß publiziert wurde, muss in der öffentlichen Debatte ankommen. Wer bereits immun ist, braucht auch keine Impfung!

Kommt aus der Angst heraus und wieder miteinander ins Gespräch – Die Maßnahmen müssen zu jedem Zeitpunkt hinterfragt und friedlich diskutiert werden!

https://was-keiner-wagt-biberach.de

Wo dieser Zug hinfährt, da will ich nicht sein!

Songtext von der letzten Demo am 23.05.2020

Wo dieser Zug hinfährt, da will ich nicht sein!

Du sagst, wir müssen ganz ruhig bleiben,
kannst nicht vom fahrenden Zug aussteigen.
Wir machen Musik, trinken ein Gläschen Wein,
und es wird fast wieder wie früher sein.

Vielleicht kann ich für nen Moment mit dir
so tun, als gäbe es nur uns beide hier.
Doch dann holt die Wirklichkeit mich wieder ein,
wo dieser Zug hinfährt, da will ich nicht sein.

Du sagst, hast du nicht die Bilder gesehn,
von all den Toten, du musst doch verstehn.
Dafür können wir schon die Freiheit herschenken,
die meinen’s nur gut, hör auf anders zu denken.

Doch ich seh‘ die Bilder, von Kindern die klagen:
„Lasst uns wieder spielend über die Wiesen jagen!“
Von alten Menschen und Kranken, die lässt man allein,
wo dieser Zug hinfährt, da will ich nicht sein.

Ich sag dir, ich habe genug davon,
„Zum Wohle von allen!“, das ist blanker Hohn!
Hab viel nachgedacht, und mein Herz, mein Verstand
sagen mir, gib dein Leben nicht aus der Hand!

Ich wünsch’t mir ich täusch‘ mich,
das kannst du mir glauben,
dann würde mir das hier den Schlaf nicht mehr rauben.

Unser Weg kann nicht derselbe mehr sein,
denn wo dieser Zug hinfährt, da will ich nicht sein.
Dort kann keine Liebe, keine Freude, keine Wahrheit,
kein Leben gedeihn!

Mai 2020
Rainer Bohner